St. Hildegard, Köln-Nippes

hildegard-innen

St. Hildegard in der Au
Correntsstr. 2 - 50733 Köln

Regelmäßige Gottesdienste

Dienstag
17:00 Uhr - Hl. Messe

Samstag
17:00 Uhr - Hl. Messe

Geistliche Betrachtung über die Sankt-Hildegard-Kirche
Die Sankt Hildegard-Kirche wurde 1960/61 erbaut von dem Kölner Architekten Stefan Leuer, um der damals neu gegründeten Pfarrgemeinde ein Gotteshaus zu geben (Die Pfarrei wurde aus Gebietsteilen der Pfarreien St. Bonifatius in Nippes und St. Engelbert in Riehl errichtet).

Die Hildegardkirche ist eine Wegkirche, d. h. sie liegt am Durchgangsweg, den viele Nippeser nehmen, wenn sie nach Riehl, zum Rhein oder in die Flora gehen: der eine oder andere macht, da die Kirche zumeist geöffnet ist, in ihr Station, zündet in einem besonderen Anliegen eine Kerze an, verweilt in ihr..

Die Vorhalle
versteht sich als Vorbereitung zum Innenraum. Den, der hier eintritt, erinnert sie durch das Weih- (also Tauf-)wasser und die Bildzeichen an der Glaswand an den Eintritt der Christen durch die Taufe in die Kirche (durch Motive der Osternachtsfeier und des Taufritus). Auf der Außenseite der Glaswand zeigen die Medaillons mit ihren Bildern, dass wir mit dem Gottesvolk des Alten Bundes in das Land der Verheißung geführt werden, die sich im Opfer des Lammes erfüllt (großes Medaillon in der Mitte); auf der Innenseite rund um den Taufbrunnen wird uns verkündet, dass wir in der Gefolgschaft des Lammes (großes Medaillons) durch die Taufe ein neues Gottesvolk werden. Auf den geätzten Glasbahnen begegnen uns sowohl der Engel mit dem Flammenschwert, Johannes der Täufer und die Hl. Hildegard.

Der Kirchenraum und seine Botschaft
Die Kirche betritt man unterhalb der Figur der Kirchenpatronin Sankt Hildegard, die über dem Hauptportal sitzt. Wer die Kirche betritt, wird sogleich hineingenommen in die „architektonische Gebärde“, die diese Kirche nach dem Willen ihrer Erbauer macht.

Der Kirchenraum wird nämlich gebildet durch zwei parabelförmige hohe Wände, die Wand mit dem Hauptportal und die Altarwand, die links und rechts zusammenstoßen, und so die einzigen Ecken der Kirche bilden. Der Grundriss der Kirche (530 mal an der Decke der Kirche abgebildet) ergibt also ein Gebilde von zwei zusammenstoßenden Parabeln, die einen Raum konstruieren.

Die gebogene Altarwand kommt dem Eintretenden gewissermaßen mit weit geöffneten Armen entgegen, um ihn aufzunehmen und ihm in diesem Raum Geborgenheit zu schenken. Die gebogene Eingangswand symbolisiert die weit geöffneten Arme, mit denen idealerweise der Eintretende in die Kirche und zu Gott kommt, um Gott zu begegnen und für ihn „weit geöffnet“ zu sein. Und da sich in den Ecken beide Arme berühren, entsteht so ein heiliger Raum, in dem Gott den Menschen begegnen will und die Menschen ihm.

Diese architektonische Gebärde der Kirche spricht für sich; Besucher, die davon nichts wissen, sagen spontan, dass sie sich in diesem Raum umfangen und geborgen fühlen.

In diesem Grundriss ist zudem eine Botschaft aus dem Evangelium „versteckt“, ein Gleichnis, und zwar das vom verlorenen Sohn und vom barmherzigen Vater (Lukas 15). Der verlorene Sohn, der aus seiner Not heraus zum Vater, zu Gott zurückkehrt, und dabei seine Arme erwartungsvoll ausbreitet, wird durch die Portalwand symbolisiert; und die Altarwand „zeigt“ den barmherzigen Vater, der mit weit geöffneten Armen dem Zurückkehrenden entgegen läuft. Das ist genau das, was hier in jedem Gottesdienst gefeiert wird: die (Wieder-) Zuwendung des Menschen zu Gott und die Zuwendung Gottes zum Menschen. Wo Gott und Mensch sich einander zuwenden, da ist ein Raum der Geborgenheit. 

Die Kirchenfenster
Die Aussage der Kirche wird unterstützt durch die kleinen Fensterluken in beiden Wänden, die den Kirchenbesucher in einer Bewegung von unten nach oben einladen, sich Gott zu öffnen und die  zugleich in der Bewegung von oben nach unten daran erinnern, das Gott zu uns herabkommt, hier in dieser Kirche, um den Menschen zu be-gegnen und um in Brot und Wein, im Altarssakrament, leibhaftig präsent zu sein.

Die Elemente und Formen, die in den bunten Glasfenstern zu sehen sind, haben allesamt mit Leben und Werk der Hl. Hildegard zu tun. Die Fenster der Altarwand (weiß, gold, rot) haben das Licht zum Thema. Es sind Augen zu sehen: es geht ums rechte Sehen. In einem Feuerstrom kommt der Heilige Geist auf uns herab.

Die Fenster der Eingangswand (weiß, blau, grün) erzählen vom Wasser, vom Wachstum, von der Grünkraft, von der die heilige Hildegard so oft spricht. Ein Strom lebendigen Wassers kommt auf uns herab (Taufe).

Der Altar
besitzt unterhalb der Tischplatte eine gestaltete Mittelstütze. Darauf ist in einem Relief die Isaakgeschichte dargestellt: Ganz deutlich ist das Lamm sichtbar, das sich in der Dornenhecke verfangen hat, und welches Abraham und Isaak Gott darbringen. Hier auf dem Altar wird gefeiert, dass Christus das Lamm ist, das sich Gott darbringt, und wir sind der neue Isaak, der durch das Opfer Christi neues Leben findet. – Eine ebenso aus dem Alten Testament stammende Szene finden wir am

Tabernakel.
Hinter dem Aufbewahrungsort für das Altarssakrament ist in einem Relief dargestellt, wie Gott sich dem Mose in einem brennenden Dornbusch zeigt und Mose ihn anbetet. Hier am Dornbusch eröffnet Gott den Menschen seinen Namen: DER-ICH-BIN-DA.

ER IST DA – damals im Dornbusch und heute im Tabernakel, im Sakrament der Eucharistie. Darum gilt auch für heute, was Gott damals am Dornbusch sagte: Hier ist heiliger Boden. Hier ist er heute da – im verwandelten Brot. Der Tabernakel selbst ist einem jüdischen Thoraschrank nachgebildet. Wie die Juden ihr Allerheiligstes, die heilige Schrift (Thora), in einem solchen Schrank aufbewahrten, so bewahren wir Katholiken unser Heiligstes, die Eucharistie, im Tabernakel auf.

Beeindruckend auch das

Altarkreuz
Ein Gabelkreuz mit einem sehr alten Corpus (zu dem keine weiteren Informationen vorliegen). Mit weit ausgestreckten Armen umfängt das Kreuz den Betrachter und Beter; zugleich weisen die beiden Seitenarme dieses Kreuzes zusammen mit dem Mittelbalken nach oben: Wie wenn der Beter seine Hände zum Himmel erhebt. So bringt dieses Kreuz die Gottesdienst feiernde Gemeinde in die rechte Haltung und Ausrichtung. So gesehen greift das Kreuz den Kirchenraum und die Fenster wieder auf.

Der Kreuzweg
mit seinen 14 Stationen beginnt an der linken Seite der Kirche, er besteht aus einfachen Holzkreuzchen, die die Nummer der Kreuzwegstation tragen. Der Kreuzweg in Sankt Hildegard ist nach der 14. Station nicht (wie üblich) beendet, sondern führt hinein in die

Werktagskapelle
in der die Gemeinde die Woche über Gottesdienst feiert. Wenn wir vor der Fensterwand stehen mit den vielen Fensternischen und ihrer gestalteten Verglasung, dann begreifen wir: Der Kreuzweg ist nie zu Ende. Die Texte und Bilder in der Glaswand wollen dem Betrachter dabei helfen, den Kreuzweg heute zu erkennen, um sich inspirieren zu lassen für sein christliches Handeln im Mitleiden oder Mitleidüben heute. Denn die Fensterwand erzählt auch, wo heute Menschen im Leid helfen.

Das Maria-hilf-Bild
ist eine griechische Ikone, deren Entstehung um 1760 – 1790 anzusetzen ist. Sie stammt vom Berge Athos. Das kleine Bild wird „großgemacht“ durch den großen Rahmen.

Rund um das Bild sind auf dem Schmuckrahmen Kerzenhalter angebracht. Dort – wie auf dem Tablett vor dem Bild – können Menschen Kerzen anzünden und aufstellen. Dort brennen immer viele Lichter: Anzeichen dafür, dass immer wieder Menschen mit ihren Anliegen in die Kirche kommen, und ihre Sorgen der Gottesmutter als Fürsprecherin anvertrauen.

Ihr Weg zu dieser Kirche

Ihr Kontakt zu uns

Pastoralbüro St Engelbert
Telefon: 0221 764121
Telefax: 0221 761552
E-Mail: engelbertundbonifatius@t-online.de 

Pfarrbüro St Bonifatius 
Telefon: 0221 766700
Telefax: 0221 7609099
E-Mail: buerobonifatius@t-online.de 

Küster unserer Gemeinde
Hans-Wolfgang Schreiner
Mobil: 0152 28692826
E-Mail: kuester-ste+stb@online.de

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